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Holunderblütenessig

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Eigentlich wollten wir vergangen Sonntag ja auf eine Geburtstagsfeier nach Niederösterreich fahren. Doch genau in dem Moment als ich die Quiche, die ich für’s Potluck-Buffet mitbringen wollte, ins Backrohr geschoben habe, kam die SMS: Alles wegen Regen abgesagt. Puh!

Der Alternativplan war schnell gefunden: Mit dem Rad und Freunden die Donauinsel rauf fahren und Holunderblüten pflücken. Ein guter Plan, wie ich fand! Also rauf auf’s Rad und ab auf die Insel!

Es fing gleich mal gut an! Als wir in Floridadorf aufgefahren sind, standen da schon die ersten Sträucher mit großen Blüten drauf. In der Anfangseuphorie waren uns die aber nicht gut genug und schließlich wurde mir ja versprochen “weiter oben gibt’s ganz viele Sträucher!”. Denkste!

Die Sträucher haben wir zwar gefunden, aber mit ihnen auch ihre nicht aufgeblühten Knospen. Mit von der Natur niedergeknüppeltem Sammler-Ego (und mit einer Bilanz von heißen 4 Blüten im Gepäck) beschlossen wir recht schnell von der Insel runter und in einen Heurigen hinein zu flüchten. Die Fleischknödel mit warmen Sauerkraut und der eine oder andere weiße Sommerspritzer halfen die Niederlage zu verkraften.

Den Heimweg traten der Vegetarier und ich getrennt an. Ich musste schließlich mein geborgtes Fahrrad wieder zurück bringen und er mit dem Rad nach Hause düsen.

Dort angekommen hatte er eine Überraschung für mich: Einen Sack duftender, weißer Holunderblüten, die er am Heimweg – Dank eines Umwegs – gefunden und gesammelt hatte! Ihm haben wir also dieses und die nächsten zwei Holunderrezepte zu verdanken, die ich aus seinen gesammelten Dolden gemacht habe.

Die Zutaten:
700 ml Essig
10 Holunderblütendolden

Und so wird’s gemacht:
Einfacher als dieses Rezept wird’s eigentlich nicht mehr! Die Holunderblüten mit einem Pinsel Insekten und Schmutz entfernen. Die Dolden in ein genügend großes Weckglas geben und mit Essig auffüllen. Das Glas verschließen und in einem dunklen Ort bei maximal Zimmertemperatur 3-4 Wochen ziehen lassen. Anschließend den Essig durch ein feines Sieb abgießen und in Flaschen abfüllen.

Ich habe zum ersten Mal diesen Essig angesetzt und habe mir dafür Rat von einer Freundin, die das auch schon letztes Jahr gemacht hat, und aus dem Internet geholt. Folgende zwei Dinge geb ich euch deshalb noch auf den Weg ins Essigglück mit:

Der Essig. Ich habe Weißweinessig verwendet. Es eigenen sich dafür aber Apfel- sowie dunkler Balsamico-Essig. Wichtig dabei ist jedoch, dass man als Grundprodukt einen guten Essig verwendet und nicht versucht einen minderwertigen mit dem Holler zu verbessern. Da ist es fast schade um die Blüten!

Zusätzliche Aromen. Man kann den Essig durch Zugabe von Gewürzen, wie zB. einen Esslöffel roter Pfefferkörnern, noch weiter verfeinern.

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Kommentare

  1. Die Glücklichmacherei

    tolle idee – grad nachgemacht! bin gespannt, aber es wirkt vielversprechend.
    alles liebe
    nadin

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