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Pfirsich-Mandel-Tartelettes

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Über die Art wie sich jemand an der Supermarktkasse verhält, sagt ja einiges über ihn aus. Meiner Meinung nach gibt’s vier Typen:

1. Der hey-ich-hab-alles-im-Griff-Typen verhält sich im Supermarkt wie Tom Cruise in Mission Impossible. Es gibt einen genauen Plan und der wird exakt durchgezogen. Bei ihm liegt der Einkauf nach Gewicht sortiert am Band. Die schweren Sachen zuerst, Leichtes und Gemüse hinten. So wird nichts zerquetscht. Im Einkaufwagen stehen zwei Taschen und im Anschlag hat er Kunden- und Bankomatkarte.

2. Der einen-Moment-bitte-Typ tritt meistens als Pärchen auf. Sie haben zwar eine Einkaufsliste geschrieben, laufen aber trotzdem kreuz und quer durch’s Geschäft. An der Kasse schmeißen sie alles irgendwie auf’s Band. Wenn die nette Dame oder der geduldige Herr an der Kasse damit beginnt ihren Einkauf zu scannen, fällt ihnen noch ein, dass sie etwas vom anderen Ende des Supermarkts brauchen. Einer der beiden sprintet los, während der anderen nervös wartet. “Das Obst hätte man abwiegen müssen?!” Der zweite sprintet los. Der bereits gescannte Einkauf türmt sich am Ende der Kasse und bis die beiden zurück sind, gezahlt haben und ihre Sachen in ihren Wagen geladen haben, sind die Lebensmittel der Kunden dahinter bereits verdorben.

3. Der Eine-Kasse-noch!-Typ ist der ungeduldigste. Denn egal wie lange die Schlange ist, an der er anstehen muss, er ist nervös und ist sich sicher, dass das alles hier schneller gehen könnte. Man kann ihn nicht nur am ungeduldigen hin und her Wippen und am ständigen Seufzen erkennen, sondern an seinem arttypischen Aufschrei: “Eine zweite Kasse bitte!” Ist er schließlich selbst an der Reihe, lässt er sich gerne Zeit. Schließlich hat er sich den Müßiggang nach der ganzen Warterei auch verdient…

4. Der Socializer oder auch bekannt als der Kleingeld-Sammler. Ist überaus sympathisch und fragt den Kassier gerne nach seinem Tag oder erzählt auch mal von den Kindern. Sein Lebensmotto: “Ich hab’s genau!” Denn das hat er auch. Nicht umsonst sammelt er immer brav das ganze Kleingeld in den Tiefen seiner Geldbörse. Nur dort muss es erstmal wieder gefunden werden. Und das dauert… Das ist aber gar kein Problem, denn schließlich will er ja noch vom letzten Urlaub erzählen.

Egal welcher Typ du jetzt bist, eins ist sicher: Hat man das Abenteuer Wochenendeinkauf überstanden, hat man sich eines dieser Tartelettes verdient! Man könnte sie übrigens auch 1-Minute-Küchlein nennen. Denn sie sind nicht nur in Rekordzeit gebacken, sondern auch genauso schnell weg.

Die Zutaten:
1 Packung Blätterteig
3 Pfirsiche
90 g geschälte Mandeln
75 g Zucker
40 g Reismehl – gibt’s im Bio-Supermarkt
85 g Butter – eine Stunde vorm Backen rausstellen
2 Eier
1 Vanilleschote
3 EL brauner Zucker
4 EL Ahornsirup
3 EL gehackte Pistazien

Und so wird’s gemacht:
Geschälte Mandeln, Zucker und Reismehl in einem Multizerkleinerer zerkleinern. Anschließend Butter und Eier hinzufügen. Die Vanilleschote aufschneiden, das Mark herauskratzen und ebenfalls zur Masse geben. Alles glatt rühren.

Den Blätterteig ausrollen und in acht gleich große Rechtecke schneiden. Jeweils zwei Esslöffel der Mandel-Masse auf die Rechtecke verteilen. Die Pfirsiche waschen, in schmale Spalten schneiden und auf die Mandelmasse verteilen. Braunen Zucker darüber streuen.

Die Tartelettes bei 200 Grad für knapp 30 Minuten backen. Sind sie goldbraun, kommen sie aus dem Ofen und die Pfirsiche werden direkt mit etwas Ahornsirup glasiert. Klappt am besten mit einem Pinsel. Abschließend die gehackten Pistazien über den Tartelettes verteilen.

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