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Die unergründlichen Wege des Pesto

3 Kommentare

Im Moment sprießen nicht nur die kleinen würzigen Blätter auf den Waldböden des Landes, sondern auch die Rezepte für eben diese, dem Bärlauch. Auch bei der Frau Ziii, die mit dem Triple-i. Sie hat mich drauf gebracht. Auf’s Thema Pesto.

Und auch wenn ich mich nicht erinnern kann als Kind jemals Pesto gegessen oder auch nur davon gehört zu haben, ist die Kräuterpaste heute nicht nur fester Bestandteil meines Speiseplans und der meisten Menschen die ich kenne, sondern sogar in der Küche meiner Mutter hat Pesto einen festen Platz gefunden.

Sie verwendet Pesto jedoch ausschließlich auf Pasta. Ganz klassisch mit einem Löfferl Parmesan drauf. Und damit ist sie leider nicht alleine. Langweilig! Schließlich ist es so wunderbar vielseitig einsetzbar. Und um eure Kreativität etwas anzuregen, hab ich mal notiert, wo und wie Pesto bei mir zum Einsatz kommt!

{auf Pizza } ein paar Kleckse Pesto verwandeln eine einfache Pizza Margherita nach besser! Alternativ kann das Pesto auch die Tomatensauce mal ersetzen. Schmeckt zum Beispiel mit würzigem Ziegenkäse und Oliven großartig!

{für schnelle Crostinis} auf ein paar Scheiben getoasteten Baguette-Scheiben etwas mit Zitrone, Salz und Pfeffer gewürzten Ricotta verteilen und jeweils einen Klecks Pesto darauf setzen.

{zu Gemüse} Ob zu gegrilltem oder gedünsteten Gemüse: schmeckt sogar Veggie-Feinden. Ich hab’s probiert!

{auf Risotto} Ein Teelöffel voll würzigem Pesto auf cremigen Risotto… Lecker! Sehr gut macht es sich auf Risotto mit Meeresfrüchten oder mit süßlichen Gemüse wie Kürbis.

{zu Gegrilltem} einen Löffel frisches Pesto macht sich besonders gut, wenn es auf einem saftigen Steak, einem Stück Hühnchen oder einem gegrilltem Fisch sitzt.

{auf Sandwiches} Pesto ist die würzigere und vor allem gesündere Alternative zu Butter und Mayonnaise auf Sandwiches.

{zu Salat} mit zusätzlichem Olivenöl und einem Schuss Weinessig oder Zitronensaft verwandelt sich Pesto in eine leckere Vinaigrette. Ich mische gerne noch klein gehackte schwarze Oliven und Kapern unter und mixe es unter gemischten grünen Salat.

{zu Eiern} Ob zum pochierten, zum gekochten oder zum Rührei: grünes Pesto und Eier sind ein gutes Team. Ein Favorit: Omelett mit würzigem Käse, Tomaten und etwas Pesto.

{zum Knabbern} nicht nur die beschriebenen Crostinis machen sich bei Gästen gut. Wer eine schnelle und günstige Knabberei zu einer Runde Drinks braucht, geht nach folgendem Plan vor: Blätterteig ausrollen, Pesto darauf verteilen, Blätterteig wieder komplett einrollen und in dünne Scheiben schneiden. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180 Grad für rund 10 Minuten knusprig backen.

{als Quiche} Einen Mix aus Sahne, Eier und Pfeffer in eine mit einem vorgebackenen Mürbteig ausgekleidete Quicheform gießen. Feta drauf verteilen und bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen für rund 20 bis 30 Minuten backen. Voila!

Ebenso langweilig wie bei der Verwendung von Pesto, verhalten sich die meisten auch bei den Zutaten. Denn die meisten denken bei Pesto an Basilikum. Aus dem Glasserl. Klassiker. Es ist ja nichts Schlechtes an Basilikum, aber auch seine anderen grünen Kollegen können sich mindestens genauso sehen lassen. Petersilie, Rucola, Minze, Koriander und Bärlauch, selbst verständlich! Und das es selbst gemacht am besten schmeckt, eh klar! Das großartige am Pesto ist, dass es selbst zu machen kaum aufwendiger ist, als das Schraubglas aus dem Supermarkt zu öffnen. Das brauchst du:

{Grün} Basilikum, Petersilie, Koriander, Rucola, Minze, Bärlauch. Ob im würzigen Doppel oder als nicht weniger aufregendes Soloprogramm.

{Parmesan} Frisch gerieben, versteht sich von selbst. Der fertige aus dem Packerl gehört sowieso auf die persönliche Blacklist. Davon brauchst du ungefähr ein Viertel der Menge des Grünzeugs. Also praktisch 25 Gramm pro 100 Gramm Petersilie zum Beispiel.

{Nüsse} Im klassischen Pesto alle Genovese werden Pinienkerne verarbeitet. Alternativ habe ich aber auch schon Walnüsse im Bärlauchpesto und Mandeln bei der Petersilienvariante verwendet. Auch hier gilt: rund ein Viertel des Gewichts der Kräuter.

{Öl} Ich verwende stets Olivenöl, manche nehmen ein anderes Pflanzenöl und andere mischen zwei zusammen, aber ich bin da ganz konservativ und für mich gibt’s für’s Pesto eben nur das eine.

{und sonst noch} Etwas Knoblauch, Chili, ein kleines Stück Ingwer, einen Spritzer Zitrone oder auch die Schale… Beim Pesto ist irgendwie (fast) alles erlaubt. Also ruhig etwas mit verschiedenen Aromen rumprobieren.

{so wird’s gemacht} Ich zerkleinere die Zutaten in einem Alleszerkleinerer zuerst ohne oder mit nur wenig Öl. Erst anschließend mische ich soviel Olivenöl unter bis ich die gewünschte Konsistenz erreiche und würze mit Salz und Pfeffer.

Ich mache immer etwas mehr Pesto als ich gerade brauche, fülle es in ein sauberes Weck- oder Schraubglas und bedecke es mit Olivenöl. So hält es sich im Kühlschrank für zirka drei Wochen. Auch wenn es bei mir eh nie so lange überlebt…

Kommentare

  1. uwe@highfoodality

    Ich benutze Pesto viel zu singulär. In 99% aller Fälle nämlich zu Pasta. Das muss sich ändern! Danke für den schönen Beitrag!

  2. Melli

    Ich liebe Pesto in allen Varianten. Ich esse es oft einfach auch nur als Brotaufstrich, indem ich ein bißchen weniger Öl dazu mische. Hmmm, lecker. Mehr brauche ich gar nicht, um glücklich zu sein!

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